Monika Stangelova und Pinocchio on Top

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Monika Stangelova und Pinocchio on Top

Lake Arena – Stete Erneuerungen schmücken jedes Jahr das Gesamtbild der Wiener Neustädter Lake Arena. Neues Top-Geläuf von Toubin & Clément, Stalltrakte mit fixen Turnierboxen oder neu ins Szene gestellter Gastro-Bereich – das tat sich in den vergangen Jahren auf der Anlage von Michael Steinbrecher. Der tatkräftige Turnierchef machte es sich zur Aufgabe, seinen Reitern und Gästen Spitzenbedingungen zu bieten und eine tolle Atmosphäre zu schaffen. Deswegen staunte man nicht schlecht als der prachtvolle Austragungsplatz der Lake Arena in komplett neuem Glanz erstrahlte: Nicht nur die gesamte hintere Länge wurde mit einer stilvollen Steinmauer befestigt, sondern auch der kleine Imbissstand direkt über dem Einritt vergrößert. Mit der überdachten Terrasse dazu mauserte sich dieser Bereich zum beliebten Treffpunkt der Reiter und Zuseher, da man hier einen optimalen Überblick über den gesamten Springplatz hatte. Mit zu verfolgen gibt es beim Lake Arena Spring Festival vom 12.-15. Juni jedenfalls jede Menge, denn dieser CSI2*-Event lockt im Gesamten mit 60.000,- Euro Preisgeld, 19 Prüfungen, sieben verschiedenen Touren und natürlich dem Weltranglistenspringen am Sonntagnachmittag.

Perfekter Auftakt beim Lake Arena Spring Festival – Mit einem Sieg von Markus Saurugg ging´s los!

Zum ersten Mal Parcours frei hieß es für die Arrivierten der Small Tour, ein lockeres Einlaufspringen über 1,25 Meter, das viele schon zum Angreifen nutzten. Wie – das stand außer Frage – auch Markus Saurugg. Der Steirer legte in seiner gewohnt frechen Art und Weise mit zügigem Tempo los und hatte ein klares Ziel: Die Bestzeit zu toppen und den Sieg zu holen. Die große Richtmarke stand bei 48,45 Sekunden und wurde aufgestellt von Natalia Belova, die gerade erst letzten Sonntag als Grand Prix-Siegerin vom CSI4* in Ebreichsdorf vom Platz ging. Im Sattel ihres „Orki de VY“ gelang der Russin eine flotte Runde, die jedoch nicht für den Sieg reichen sollte. Als drittletzter Starter ließ Markus Saurugg seiner Kontrahentin keine Chance und pilotierte in bewährt souveräner Manier seine grundschnelle „Fancy Free“ nach Chacco-Blue in fantastischen 47,37 Sekunden zum Sieg. Auf Rang drei jumpte Svitlana Vinnichenko, die mit „Flirt“ 49,26 Sekunden aufstellte. Stark vertreten waren die Gastgeber auch auf den weiteren Platzierungsrängen: Mit Christoph Obernauer, Gerald Beck und Sascha Kainz gab es Top-Ten-Erfolge zu feiern. Darüber hinaus wurden auch Dr. Georg Hladik und Dr. Sven Huber prämiert. Sie klassierten sich auf den Plätzen elf und zwölf.

Internationales Zusammentreffen in der Medium Tour – Szabolcs Krucso vor Kathrin Müller und Marian Stangel

Ordentlich ins Zeug gelegt hatte sich das Starterfeld der Medium Tour, das am Donnerstag ihre Einlaufprüfung über 1,35 Meter zu absolvierte. Den Kurs, in Szene gestellt von Hubert Kuttelwascher, am schnellsten gelöst hatte der Ungar Szabolcs Krucso, der auf seinem „Cash“ einen Husarenritt ablieferte. Mit vollem Speed und der notwendigen Übersicht verlor das Duo weder Übersicht noch ließ es wertvolle Zeit liegen und so bedeuteten ihre 57,93 Sekunden schlussendlich auch den verdienten Auftaktsieg in der Medium Tour. Dabei hatte es am Ende der Prüfung eine Amazone noch einmal richtig spannend gemacht: Kathrin Müller wagte mit ihrer imposanten Stute „Davina 147“ nach Diamant De Semilly und Libero H den Angriff auf die Bestzeit, legte ihre Runde geschickt auf engen Wendungen an und wurde in 59,13 Sekunden mit dem zweiten Endrang belohnt. Eine gute Sekunde dahinter reihte sich Marian Stangel auf „Commander“ in 60,27 Sekunden am dritten Platz ein. Aus österreichischer Sicht gab es mit Dieter Köfler eine Platzierung zu vermelden. Der Kärntner kam auf „Cabalou 2“, einem in Holstein gezogenen Nachkommen des Caretino, am zehnten Rang (63,25 Sekunden).

Hallenderby-Sieger schlugen im Big Tour Opening zu: Monika Stangelova und Pinocchio on Top

Pünktlich um 15:00 Uhr startete am Donnerstagnachmittag das erste schwere Springen des Spring Festival-Wochenendes und somit auch die erste der beiden Qualifikationen für den Großen Preis. Auf der Startliste hatte sich daher die angereiste Prominenz eingetragen, die für ein knallhartes Duell um die begehrten Platzierungen und natürlich auch um den Sieg sorgte. Die Prüfung konnte man kurz und bündig unter dem Motto „Alle jagen Monika Stangelova“ stellen. Die zierliche Amazone kam mit ihrem „Pinocchio“, dem quirligen Fuchs nach Up To Date, bereits als achte Starterin in die Bahn und flog in überragenden 63,04 Sekunden über die 1,45 Meter hohen Hindernisse. Die beiden sind ja in der Lake Arena kein unbekanntes Team: Wir erinnern uns gerne an das October Festival im letzten Jahr zurück, wo sie vor Ehemann Marian Stangel das Ostarichi Indoor Derby für sich entscheiden konnten. Heute wurden sie für ihre Leistungen abermals mit der schicken Siegerdecke belohnt und führten voller Stolz die Ehrenrunde an.
Über drei Sekunden hatten sie der zweitplatzierten Clarissa Crotta abgenommen. Die Schweizer Erfolgsreiterin stellte auf ihrer „Careena“, einer sprunggewaltigen Tochter des Cash and Carry, die Top-Zeit von 66,05 Sekunden auf. Knackig und sehr flüssig unterwegs war zudem auch der Spanier Fernando Fourcade Lopez, der sich voll und ganz auf seinen Kannan x Quick Star-Sohn „Silvano de Chevry“ verlassen konnte (67,04 Sekunden). Ordentlich aufgetrumpft hatte zur Freude der heimischen Anhänger die österreichische Beteiligung. Gleich viermal strahlte eine Platzierung in rot-weiß-rot: Auf Platz vier sprang Stefan Eder, der momentan absolut auf der Überholspur ist. Konnte er sich allein am vergangenen CSI4*-Wochenende zum beneidenswerten Seriensieger auszeichnen, so setzte er seine Form an bei diesem CSI-Event gekonnt fort: Im Sattel von „Quax 29“, dem imposanten Quantum-Sohn aus dem Stall Noskovicova, demonstrierte er einen schnellen Nuller par excellence und wurde Vierter. Dahinter sicherten sich Dieter Köfler und „Emir vh Moleneind“ mit einem knappen Rückstand Rang fünf. Makellos ohne Fehler ins Ziel gekommen waren des Weiteren auch Sascha Kainz, dessen „Ahmed du Calvaire“ eindrucksvoll den Sprung in die oberste Klasse meisterte, und Franz Steinwandtner, der mit „Orage D´Ete“ schon öfters in großen Springen brillierte.

Zum Abschluss waren die Youngsters dran

Bis zur allerletzten Prüfung des (Eröffnungs-)Tages hielt der herrliche Sonnenschein und wolkenlose Himmel in der Lake Arena und die aktiven TeilnehmerInnen erfreuten sich dem optimalen Reitwetter und besten Bedingungen. Die gute Stimmung tat ihr Übriges dazu, dass der erste Turniertag im Rahmen des Lake Arena Spring Festivals ein voller Erfolg war. Abgeschlossen wurde der Donnerstag mit der Youngster Tour für die aufstrebenden Nachwuchscracks zwischen fünf und sieben Jahren. Bei den Jüngsten im Bunde durften wir mit Josef Schwarz jun. und Juraj Hanulay nur zwei fehlerfreie Ritte am ersten Rang bejubeln. Der frischgebackene oberösterreichische Landesmeister präsentierte seinen selbstausgebildeten „Obora´s Absolut“. Der Slowake setzte auf den Van Gogh-Sohn „Eagel“. In der Prüfung der sechs- und siebenjährigen Pferde blieben 22 StarterInnen ohne Fehler. Darunter waren auch fünf Reiter aus Österreich dabei. Neben Helmut Morbitzer, der sowohl „Fürst Reiner“ als auch „Du und Ich 2“ in die Platzierung brachte, meisterten auch Alexander Ofner auf „Cristal 3“, Sascha Kainz mit „Quasibobo Z“ und Dieter Köfler mit „Caily“ den Sprung auf Platz eins.

Ergebnisdienst Spring Festival Lake Arena 2014 – Donnerstag:

Comp. 01
Small Tour – 1,25m
1.FANCY FREE / SAURUGG Markus (AUT/STMK) – 0 / 47.37
2.ORKI DE VY / BELOVA Natalia (RUS) – 0 / 48.45
3.FLIRT / VINNICHENKO Svitlana (UKR) – 0 / 49.26
4.ENRIQUE / KRUCSÓ Szabolcs (HUN) – 0 / 49.63
5.SNOWBOY DES ORCETS / FÄH Urs (SUI) – 0 / 51.88
6.SCOUT / OBERNAUER Christoph (AUT / T) – 0 / 51.89
7.O’NEIL DE L’HERIBUS CH / BECK Gerald (AUT / B) – 0 / 52.94
8.AB 19 GIPSY KING / KAINZ Sascha (AUT / NÖ) – 0 / 53.32
9.LAVERIN DE SAAR / GORBACHEVA Anna (RUS) – 0 / 54.49
10.HABAKUKK / IMRE Balázs (HUN) – 0 / 55.00
11.CANCUN / HLADIK Georg (AUT / NÖ) – 0 / 55.41
12.CHESTERFIELD 33 / HUBER Sven (AUT / S) – 0 / 55.98

Comp. 02
Medium Tour – 1,35m
1.CASH / KRUCSÓ Szabolcs (HUN) – 0 / 57.93
2.DAVINA 147 / MÜLLER Kathrin (GER) – 0 / 59.13
3.COMMANDER / STANGEL Marian (SVK) – 0 / 60.27
4.CHRISFIELD / FOURCADE LOPEZ Fernando (ESP) – 0 / 60.58
5.ETENDRO S / GORBACHEVA Anna (RUS) – 0 / 60.59
6.ASKAN Z / CROTTA Clarissa (SUI) – 0 / 61.74
7.COOL CLASSIC / BARZAGHI Lorenzo (ITA) – 0 / 62.88
8.CARESSINA / LÜTGENAU Marie (GER) – 0 / 63.12
9.CARO AS 17 / RIJKENS Janine (GER) – 0/ 63.22
10.CABALOU 2 / KÖFLER Dieter (AUT / K) – 0 / 63.25
11.BASTIAN 86 / MÜLLER Kathrin (GER) – 0 / 65.88
12.FOR GUN / LEMMER Oliver (GER) – 0 / 67.11
13.LUKE 120 / FRICKER Alexandra (SUI) – 0 / 67.66

Comp. 03
Big Tour – 1,45m
1.PINOCCHIÓ / STANGELOVA Monika (SVK) – 0 / 63.04
2.CAREENA / CROTTA Clarissa (SUI) – 0 / 66.05
3.SILVANO DE CHEVRY / FOURCADE LOPEZ Fernando (ESP) – 0 / 67.04
4.QUAX 29 / EDER Stefan (AUT / S) – 0 / 67.18
5.EMIR VH MOLENEIND / KÖFLER Dieter (AUT / K) – 0 / 67.27
6.NUMERO UNO 5 / FÄH Urs (SUI) – 0 / 67.34
7.CASSIAN B / LÜTGENAU Marie (GER) – 0 / 68.38
8.VICTORIO 5 / FRICKER Alexandra (SUI) – 0 / 70.35
9.AHMED DU CALVAIRE / KAINZ Sascha (AUT / NÖ) – 0 / 70.69
10.QUANSAS DES IVERNONS / FÄH Urs (SUI) – 0/ 71.06
11.ORAGE D’ETE / STEINWANDTNER Franz (AUT / B) – 0 / 72.50
12.VUMPACI VD ZUUTHOEVE / ZORZETTO Eleonora (ITA) – 0 / 77.98

Quelle. Mag. Theresa Deisl
Foto: (c) Sibil Slejko

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